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Pressemeldungen - Westfalen-Blatt - Thema - Sportanlagen in B.O. PDF Drucken E-Mail
»So ein Projekt kostet Geld«
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Mittwoch, 24. Oktober 2012
Sondersitzung des Sportausschusses zur Sportanlage an der Mindener Straße

Von Viola Dietrich
Bad Oeynhausen (WB). Schon vor der Tür des Sitzungssaals ist diskutiert worden. Doch auch die Mitglieder des Sportausschusses, die sich gestern Abend zu einer Sondersitzung getroffen haben, kamen in Sachen Sportanlage an der Mindener Straße keinen entscheidenden Schritt weiter.

Genau darauf hatte Dirk Göhner gehofft. »Wir reden seit mehr als zehn Jahren über einen Kunstrasenplatz. Ich führe intensive Gespräche, in denen ich auch eine gewisse Ernsthaftigkeit spüre«, meinte der Vorsitzende des FC Bad Oeynhausen im Gespräch mit dieser Zeitung. »Dass so ein Projekt Geld kostet, müsste jedem bewusst sein. Hinzaubern können wir einen Kunstrasenplatz nicht einfach.« Doch genau dieses Thema - die Finanzen - standen gestern Abend im Mittelpunkt der Diskussion. 1,9 Millionen Euro veranschlagt die Stadtverwaltung für die Sportanlage, die sowohl über einen Kunstrasen- als auch über einen Rasenplatz verfügen soll.

Während die Fraktion der Grünen um Rainer Müller-Held dafür plädierte, mögliche Alternativen nicht zu vernachlässigen, waren sich SPD und CDU einig, dass die Standortfrage längst geklärt sei. Dieter Hinzmann, Bereichsleiter Gebäude- und Liegenschaftsmanagement, verteidigte die bisherigen Planungen. »Ich glaube, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir wissen, dass wir unter einem Kostendruck stehen, das haben wir berücksichtigt«, sagte der Mitarbeiter der Verwaltung. Er habe sich bei den Ausarbeitungen mit Experten beraten und vergleichbare Anlagen besichtigt. »Wenn wir das Projekt mit 1,9 Millionen Euro veranschlagen, wird es billiger, als wenn da 2,8 Millionen Euro stehen würden«, meinte Hinzmann weiter. Eine Kostenplanung sei zu diesem Zeitpunkt unsicher. »Wir benötigen einen konkreten Planungsauftrag mit einer Bereitstellung der anfallenden Kosten im Haushalt. Dann werden auch die Zahlen konkreter.«

Da die bisherige Finanzierung nach mehrheitlicher Meinung des Ausschusses allerdings auf wackeligen Beine steht, wurde die Verwaltung nach einem SPD-Antrag beauftragt, das Konzept zu überarbeiten. Bisher ist eine Kreditaufnahme von 820 000 Euro kalkuliert. Nach Aussage von Kämmerer Marco Kindler sei es fraglich, ob die Aufsichtsbehörde vor dem Hintergrund der Haushaltssicherung solch eine Eigenleistung der Stadt erlauben würde. Die Verwaltung sollte bei ihrer Nachbearbeitung folgende Punkte prüfen:
Der Erwerb zusätzlicher Flächen im Bereich des ehemaligen Hockeyplatzes zur Attraktivitätssteigerung der Gesamtfläche und zur Entwicklung eines alternativen Investorenkonzeptes.
Die ergänzende Verwendung der Eon-Sponsoring-Gelder.
Sponsoring-Aktivitäten der Stadtwerke Bad Oeynhausen.

Dirk Göhner hofft, dass Verwaltung und Politik nun endlich einen Schritt weiterkommen. »Wir benötigen eine konkrete Planung.« Der FC Bad Oeynhausen will selbst 200 000 Euro als Anteil der Finanzierung aufbringen. »Die Gespräche in Sachen Sponsoring laufen gut, aber auch die Firmen wollen konkretere Aussagen haben.«

© 2012 WESTFALEN-BLATT - Bad Oeynhausener Anzeiger und Tageblatt vom 24.10.2012