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„Herz-Stillstand“ am Wohnheim
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Freitag, 21. Dezember 2012
Herz- und Diabeteszentrum zieht Kaufangebot zurück / Wilhelm Hecker: „Kein Fortschritt seit einem Jahr“

Von Jörg Stuke
Bad Oeynhausen. Stillstand ist ihm ein Gräuel. Und so fällt die Reaktion von Wilhelm Hecker in Sachen Kauf des Mitarbeiterwohnheims des Krankenhauses harsch aus. „Da tut sich seit Anfang des Jahres nichts“, sagt der Geschäftsführer des Herz- und Diabeteszentrums (HDZ). Seine Konsequenz: „Inzwischen haben wir kein Interesse mehr an dem Gebäude.“

Anfang des Jahres hatte das HDZ Interesse an dem Mitarbeiter-Wohnheim am Krankenhaus Bad Oeynhausen kundgetan (die NW berichtete am 4. Februar exklusiv). „Wir würden das Gebäude gern übernehmen“, sagte Wilhelm Hecker damals. Und nach wie vor sieht der HDZ-Geschäftsführer Bedarf für solch ein Personal-Wohnheim. Fürs Pflegepersonal, für Ärzte, die nur einen begrenzten Zeitraum im HDZ arbeiten. Aber auch für Gäste oder Medizin-Studenten der Ruhr-Universität Bochum, der das HDZ als Uni-Klinikum angeschlossen ist.

Steffen Ellerhoff, Pressesprecher der Mühlenkreiskliniken (MKK), zu deren Verbund das Bad Oeynhausener Krankenhaus gehört, erklärt dazu inhaltlich dasselbe wie schon im Februar: „Die Mühlenkreiskliniken sehen für sich keinen weiteren Bedarf für das alte Schwesternwohnheim am Standort Bad Oeynhausen und prüfen deshalb einen möglichen Verkauf“, so Ellerhoff gestern auf Nachfrage der NW. Und : „Im Moment laufen Gespräche mit mehreren möglichen Käufern, die ihr Interesse am Erwerb der Immobilie bekundet haben.“

Zu diesen Interessenten gehört das HDZ nun offenbar nicht mehr. „Seit einem Jahr liegt unser Angebot bei den Mühlenkreiskliniken. Gehört haben wir noch nichts dazu“, erklärt Hecker. „Sollen die Mühlenkreiskliniken nun doch sehen, was sie mit dem Gebäude machen.“

Das Gebäude, vom Krankenhaus ursprünglich als Schwesternwohnheim genutzt, liegt südöstlich des Krankenhauses, in unmittelbarer Nachbarschaft zum „Zentrum für Entwicklung und Forschung“ des HDZ. Der Bau aus den 60er-Jahren umfasst acht Geschosse. „Auf jeder Etage gibt es derzeit acht bis zehn Zimmer“, so Ellerhoff.

Die unmittelbare Nähe des Wohnheims war für das HDZ wesentlicher Grund dafür, ein Kaufangebot zu machen. Ob das HDZ das Wohnheim-Gebäude sanieren oder den Altbau abreißen und an der Stelle neu bauen würde, das hatte Hecker ohnehin offen gelassen.

Nun plane das HDZ einen Neubau an anderer Stelle, so Hecker. „Einen Platz werden wir dafür schon finden“, ist er zuversichtlich. Aber nicht mehr im nächsten Jahr. Da habe das HDZ schon genügend andere Baupläne (wir berichteten gestern). „Das Wohnheim hat für uns nicht erste Priorität.“

© 2012 NEUE WESTFÄLISCHE - Bad Oeynhausener Kurier vom 21.12.2012