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Dehme droht der Straßen-Ausbau
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Donnerstag, 14. November 2013
Industrie und Handel fordern bessere Verbindungen zur Autobahn

Von Peter Steinert
Bad Oeynhausen. In den politischen Gremien der Kurstadt ist die Ablehnung eindeutig: Das "Nein" zu einem Ausbau der Dehmer Straße trägt drei Ausrufezeichen. Außerhalb des Rathauses werden andere Prioritäten gesetzt. So sieht Karl-Ernst Hunting von der Industrie- und Handelskammer (IHK) "dringenden Handlungsbedarf" für den Ausbau der B 61 zwischen Dehmer Spange und Weser-Auen-Tunnel. Dieses für Bad Oeynhausen brisante Thema hatte zunächst Detmold und jetzt auch Düsseldorf passiert. Derzeit berät das Bundesverkehrsministerium in Berlin.

"Das Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Dehmer Straße auf einer ersten Vorschlagsliste für den Bundesverkehrswegeplan nach Berlin geschickt", bestätigt Uwe Rafflenbeul, Dezernent bei der Detmolder Bezirksregierung. Der Bund werde diese Maßnahme unter verschiedenen Gesichtspunkten abwägen. Dabei gehe es unter anderem um städtebauliche Belange oder um Umweltbelange. Von einem "Spannungsfeld zwischen Wohnqualität, Wirtschaftsstandort, Schulwegsicherheit, Hochwasserschutz, Naturschutz und Straßenverkehr" ist in Detmold die Rede.

Rafflenbeul weiter: "In dem Bewertungsverfahren wird geklärt, ob die B 61 in den nächsten Bundesverkehrswegeplan für 2015 aufgenommen wird. Berlin entscheidet, ob die Dehmer Straße zum vordringlichen Bedarf oder zum weiteren Bedarf zählt. Nur der vordringliche Bedarf kann umgesetzt werden."

Initiator dieser Maßnahme ist die IHK. In der Projektbegründung heißt es: "Mit absehbarer Fertigstellung der A 30-Nordumgehung Bad Oeynhausen einschließlich der so genannten Dehmer Spange (B 61n) steigt die Bedeutung des B 61-Teilstücks (Dehmer Straße) zwischen der Straße "Am Meierbach" in Bad Oeynhausen und dem Weser-Auen-Tunnel in Porta Westfalica im Straßenverkehrsnetz. Im Hinblick auf die hier anzutreffenden Nutzungen und Interessen wird an diesem Straßenabschnitt ein Problem entstehen, das frühzeitig gesehen werden muss."

Die IHK betritt mit diesem Vorstoß kein Neuland. Bereits in der Vergangenheit war vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (damaliger Standort Minden) eine grobe Linienführung über die Weser-Auen unterhalb des Wiehengebirges ausgearbeitet worden. Der Unternehmensverband beruft sich dabei auf ein gemeinsames Papier von Bad Oeynhausener Businessclub, Förderkreis, der Interessengemeinschaft Südstadtmeile, der Werbegemeinschaft Werre-Park und auch dem Wirtschaftsclub.

Als Alternative gilt der vierspurige Ausbau der B 482 ab der Autobahn 2 in Richtung Bremen. Diese Pläne seien ob der vorhandenen Situation mit zähfließendem Verkehr und zeitweisen Staus, aber laut IHK auch wegen der anstehenden Projektrealisierung "Regio-Port Minden" geboten.

Das unterstützt der Landesbetrieb Straßen NRW in Bielefeld. Dessen Pressesprecher Sven Johanning nennt den Ausbau zwischen A 2 und Hausberge. "Aber inzwischen gehen wir weiter bis zum Abzweig der B 482 zum Regio-Port."

Für die IHK werde ein Ausbau der Bundesstraße 482 nur bedingt die B 61 entlasten und nicht die zukünftige Probleme auf diesem Straßenabschnitt lösen. Karl-Ernst Hunting kennt die Vorbehalte der Bad Oeynhausener Politik: "Wir werden im nächsten Jahr erneut beraten und prüfen, ob wir die Dehmer Straße auf eine erneuerte OWL-Prioritätenliste setzen."

© 2013 NEUE WESTFÄLISCHE - Bad Oeynhausener Kurier vom 14.11.2013