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Pressemeldungen - Neue Westfälische - Baumschutzsatzung Stadt B.O. PDF Drucken E-Mail
"Wir wollen Bürger nicht bevormunden"
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Samstag, 10. Mai 2014
06 Kemena, Hendrik klein
Hendrik Kemena
Ratsmitglied BBO
20090121 Logo BBO hohe Aufloesung

SPD und CDU lehnen im Ausschuss Antrag der Grünen auf neue Baumschutzsatzung ab

Von Nicole Sielermann

Bad Oeynhausen. In den 80er Jahren sägte der Bad Oeynhausener ab, was ihm vor die Säge kam. Heute aber, so hat es Arnold Reeker beobachtet, gebe es in der Bevölkerung eine höhere Akzeptanz für den Erhalt der Bäume. Der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen wirbt nach Wegfall der Baumschutzsatzung (Ratsbeschluss vom Dezember) für einen sensiblen Umgang mit der Motorsäge. Im Ausschuss für Klima-, Umwelt- und Hochwasserschutz ging es auf Antrag der Grünen erneut um das Thema Baumschutzsatzung.



"Wir möchten die Satzung wieder einführen, weil die Vorteile überwiegen", erklärte Ludger Mogge das Ansinnen der Grünen. Es seien nach Wegfall der Satzung so viele Bäume wie noch nie im Stadtgebiet gefällt worden. "Viele Bürger waren empört", sagte Ausschussvorsitzender Volker Brand (Grüne). "Gleich nach Absetzen wurden die Sägen geschwungen", hat auch Hendrik Kemena (BBO) beobachtet. Bad Oeynhausen habe nur wenig Waldbestand, damit dürfe man nicht fahrlässig umgehen.

SPD und CDU teilten diese Ansichten nicht. "Wenn ein Baum im Wege steht, müssen die Bürger ihn auch fällen dürfen - wenn sie dafür zwei bis drei neue pflanzen", betonte Martin Pönnighaus (CDU). Kurt Nagel, der für seinen Unionskollegen Hans-Peter Wiedersprecher im Ausschuss saß, ergänzte: "Wir haben uns die Absetzung genau überlegt. Zudem wollen wir die Bürger nicht weiter bevormunden."

SPD-Mitglied Sven Berger hat als Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bad Salzuflen einige Jahre die dortige Baumschutzsatzung betreut: "Die wenigsten beantragen. Die meisten fällen einfach so", berichtete er von seinen Erfahrungen. Eine Möglichkeit, wichtige alte Bäume zu schützen, sei, sie im Bebauungsplan festzusetzen. "Wir können nicht für einzelne Bäume den Bebauungsplan aufstellen - das ist viel zu aufwändig", so Reeker. Mit den Stimmen von CDU und SPD wurde der Antrag letztendlich abgelehnt.

© 2014 NEUE WESTFÄLISCHE - Bad Oeynhausener Kurier vom 10.05.2014